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Blutegel-Therapie
Diese Therapieform ist schon sehr sehr alt und war lange Zeit in Vergessenheit geraten.
Sie ist zwar bis heute nicht vollständig erforscht, aber jahrelange Erfahrung auf den verschiedensten Einsatzgebieten zeigen großartige Erfolge. Blutegel sind in der freien Natur nahezu ausgestorben.
Kurz zum Blutegel selbst:
Es gibt ca. 600 verschieden Blutegelarten. Die beiden bekanntesten Egelarten in der Heilkunde sind der Hirudo medicinalis und Hirudo verbana.
Der Egel ist ein naher Verwandter des Regenwurms und gehört somit zu den Ringelwürmern. Sein Speichel (Saliva) besteht aus unzählig vielen Stoffen.
Dreizehn sind schon erforscht und man sagt ihnen folgende Wirkung nach:
Hirudin hat eine gerinnungshemmende Wirkung
Calin hat ebenfalls eine gerinnungshemmende Wirkung, hält die Bissstelle offen für das gewünschte Nachbluten
Bdelline entzündungshemmende Wirkung
Egline entzündungshemmende Wirkung
Acethycholin gefäßerweiternde Wirkung
Und noch einige mehr.
Indiziert ist eine Blutegel-Therapie (Mikroaderlass) bei:
Erkrankung des Bewegungsapparates, Muskel- u. Sehnenapparates (HD, Arthrosen, Arthritis, rheumatische Erkrankungen, Spondylose etc.) Thrombosen, Venenentzündungen, Durchblutungsstörungen, Abszessen, Furunkeln, Quetschungen, Prellungen, Blutergüsse, schlecht heilenden Wunden, Mittelohrentzündungen, Entzündungen allgemein
Kontraindiziert ist die Blutegel-Therapie bei:
Tieren unter 7 kg Gewicht (teilweise Katzen, Nager, Reptilien, Vögel)
Tieren mit einer Wundheilungsstörung
Tieren mit einem Diabetis mellitus
Tieren mit einer schweren Anämie
Tiere die gerinnungshemmende Medikamente bekommen
Tiere die an einer Immunschwäche leiden
Ablauf einer Behandlung kurz erklärt:
Das Tier sollte am besten 2 Tage vorher keinen Knoblauch zu sich genommen haben, nicht mit duftenden Shampoos gewaschen werden oder ggf. wunde Stellen mit Salben eingerieben werden. Der Egel wird dann auf die Stelle gesetzt, wo eine Behandlung nötig ist. Er sucht sich dann in diesem Umkreis selbst den Weg, er weiß durch seine „Sensoren“ genau wo er saugen muss. Dann dockt er mit dem vorderen und hinteren Saugnapf an und saugt solange bis er satt ist. Kurz vor dem Abfallen lässt er den hinteren Saugnapf los und kurz danach hört er auch auf zu saugen und fällt ab. Danach kann man ein gewünschtes Nachbluten feststellen, es dauert zwischen 4 12 Stunden beim Tier. Im Bedarfsfall wird ein möglichst saugfähiger Verband leicht über der Bissstelle angelegt, auf keinen Fall einen Druckverband. Bei vielen Blutegelbehandlungen kommt es zu einer Rötung der Bissstelle und zu einem lokalen Juckreiz. Man sollte vermeiden, dass das Tier sich kratzt, da sich dadurch die Bissstelle mit Dreck etc. infizieren könnte.
Zu beachten ist:
Jeder Blutegel darf nur einmal genutzt werden
Der Egel darf nicht gewaltsam abgerissen werden
Das Nachbluten darf nicht unterbrochen werden
Die Egel die für mich gearbeitet haben, dürfen danach in Ruhe verdauen, d. h. ich töte sie nicht sofort, sondern sie können bei mir noch lange ein gemütliches Leben führen, da sie nach einmaligem Saugakt 1-2 Jahre verdauen. Zumal dienen Sie als Anschauungsobjekt für die Menschen, die den Tieren skeptisch gegenüber stehen. Sie können sich dann gern selbst überzeugen, das die Egel nicht ekelig sind.
Mit dem Töten der Egel stehe ich auf „Kriegsfuss“, da ich Tierschützerin bin wähle ich dann die humane Methode. Ich friere sie bei 20 Grad ein und sie fahren ihren Stoffwechsel soweit runter das sie einschlafen und nicht mehr wach werden. Es gibt noch die Methode des Einlegen in 90 %-igem Alkohol, aber ich finde die Einschlafmethode sanfter.
Für Fragen zu dieser Therapieform stehe ich Ihnen gern telefonisch oder per Email zur Verfügung.
Blutegel-Seminare (auch auf Anfrage)...Infos hier:
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